Aus dem Norwegischen von Gabriele Haefs. Wie es im Jahr 2084 auf der Erde aussieht, wenn wir so weitermachen wie bisher - das erlebt die 16-jährige Nora in ihren Träumen. Sie träumt von ihrer Urenkelin Nova, die ihr in einem Brief ihre Welt schildert: Der Meeresspiegel ist gestiegen, Klimaflüchtlinge ziehen umher, im Norden grasen Kamele, zahlreiche Arten sind ausgestorben. Im wirklichen Leben weiß Nora Bescheid über Ökologie, Klimawandel und Artensterben. Gemeinsam mit ihrem Freund gründet sie eine Initiative, um die Erdatmosphäre zu schützen. 20 Jahre nach "Sofies Welt" stellt Jostein Gaarder in diesem Jugendbuch eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Können wir unsere Umwelt und das Klima retten?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.10.2013
Mehr ein Buch, über das sich anschließend gut diskutieren lässt und weniger eines, das man gerne liest, urteilt Rezensent Johan Schloemann über den neuen Jugendroman von Jostein Gaarder. Anhand der Geschichte von Nora, einer Jugendlichen aus der Mitte der norwegischen Gesellschaft, ruft Gaarder darin junge Leute dazu auf, etwas gegen Erderwärmung und die Klimakatastrophe zu unternehmen. Dabei scheinen die Fakten die Erzählung etwas zu erdrücken. In dem Titel erkennt Schloemann eine Anspielung auf Orwells "1984", dystopische Züge schreibt er auch "2084" zu.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 07.09.2013
Und wieder schickt Gaarder ein Kind in die Welt, berichtet Cornelia Geissler: Diesmal geht es um Nora, 16, die mit Blick in die Zukunft die Sorge um die Klimaerwärmung umtreibt. Der Komplexität dieses Themas wird "Gedankensortierer" Gaarder zwar ohne weiteres gerecht, schreibt die Kritikerin, doch muss sie im direkten Vergleich mit Gaarders Philosophie-Bestseller "Sofies Welt", den sie bei dieser Gelegenheit in Form einer eingeschachtelten Kurz-Rezension gleich noch einmal ausführlich würdigt, deutlich weniger Punkte vergeben. Trotz des an "1984" angelehnten Titels geht Gaarder nicht näher auf die Problematik der Überwachung ein, sondern spricht alleine über Umweltprobleme. Über diese räsoniert der Autor in Form von Texten, die die Hauptfiguren einander vortragen. Diese Texte, so die Rezensentin, stören den Lesefluss doch sehr: "Sie liegen wie Fremdkörper im Buch."
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